Fensterreinigung – Klare Sicht am Arbeitsplatz

Streifenfreie Fenster brauchen mehr als nur ein Tuch. Der Ratgeber erklärt die passende Ausrüstung, geeignete Putztücher wie Mikrofaser oder Fensterleder, die richtige Wischtechnik und Reinigungsmittel sowie den besten Zeitpunkt zum Putzen – idealerweise im Frühjahr oder Herbst und nie bei direkter Sonneneinstrahlung, um Schlieren zu vermeiden.

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Eine effiziente Reinigung der Fenster setzt gutes Equipment und einen geregelten Arbeitsablauf voraus. So einfach das Putzen von Fenstern auch erscheinen mag, kann auch einiges falsch gemacht werden. Mit ein paar einfachen Tipps und Anweisungen ist die Fensterreinigung jedoch eine Aufgabe, welche nicht nur schnell, sondern auch relativ einfach von der Hand geht. Wir haben für dich einige Sachen, die es bei der Fensterreinigung zu beachten gibt, aufgezählt.


Die passende Ausrüstung

Die Ausrüstung spielt bei Reinigungen jeglicher Art eine zentrale Rolle. Du solltest eine Trittleiter immer griffbereit haben, um einen sicheren Halt zu haben, wenn du große Fenster putzt. Vernachlässige deine Sicherheit beim Putzen nicht.

Teleskopstäbe sind auch eine gute Alternative zur Leite, um deine Ausrüstung zu verlängern. Wenn dir schnell schwindelig wird, solltest du eine Leiter vermeiden.


Zu jeder Fensterreinigung gehört ein Einwascher und ein Abzieher, um so effektiv und schnell wie möglich ein Fenster zu säubern. Der Einwascher dient dazu, dass Fenster ordentlich mit Putzmittel einzuseifen. Der Abzieher wiederum dient dazu, alles vom Fenster sorgfältig zu entfernen.

Ein Eimer mit sauberem Wasser sollte stets in deiner Nähe sein. Wasch dein Putzwerkzeug zwischendurch immer mal wieder ab, damit du nicht den Schmutz von Fenster zu Fenster tragen.

Das richtige Putztuch

Eine gute Fensterreinigung setzt voraus, dass du das richtige Putztuch für das Saubermachen nutzt. Du solltest von üblichen Schwämmen oder Baumwolllappen absehen, da sie zwar eine große Menge an Wasser aufnehmen aber auch viel wieder abgeben. Zudem sind kein Garant für eine streifenfreie Reinigung. Vermeide am besten auch die raue Seite eines Schwamms da durch sie Kratzer entstehen können. Mit folgenden Putzutensilien bist du gut bedient:

Mikrofaser: Das Mikrofasertuch ist dank seiner feinen Fasern feiner als Seide oder Baumwolle und ist zudem wasserabweisend.

Fensterleder: Das Fensterleder ist ein sehr dünner Stoff und nimmt kaum Wasser auf. Für eine streifenfreie Reinigung ist es das passende Utensil. Spül es im Anschluss der Reinigung mit warmen Salzwasser aus.

Küchenrolle und Zeitungspapier: Papier saugt Feuchtigkeit auf, ohne sie abzugeben und verhindert Streifenbildung beim Reinigen und Polieren glatter Flächen.

Gummiabzieher: Gummiabzieher eignen sich am besten für große Fenster. Allerdings hinterlassen sie oftmals Wasserränder, welche im Anschluss nochmal gereinigt werden müssen. 


Das richtige Putzmittel

Für das Saubermachen gibt es altbewährte Haushaltstricks, auf welche man getrost zurückgreifen kann. Seifenhaltige Putzmittel solltest du definitiv vermeiden, da auch nach mehrmaligen Nachreinigen Seifenreste bleiben. Es gibt zahlreiche Hausmittel, die sich auch zur Reinigung eignen wie Essig, Alkohol, schwarzen Tee und einigen mehr. Allerdings solltest du dir die entsprechende Gebrauchsanweisung vor Anwendung durchlesen, um mögliche Schäden zu vermeiden.

Die Fenster mit warmen Wasser, ohne Zusätze, zu putzen ist nach wie vor eine beliebte Methode. Experten empfehlen destilliertes Wasser für ein noch besseres Ergebnis.

Für die Glasreinigung kannst du auch einen Glasreiniger benutzen. Es gibt unter den Reinigern Qualitätsunterschiede, jedoch machen sie alle in der Regel einen guten Job. Die Hausmarken reinigen genauso gut wie teure Markenprodukte.


Die richtige Wischtechnik

Es versteckt sich oftmals Schmutz in der Silikondichtung am Fensterrand. Nimm also den Rand als Startpunkt, um den Schmutz nicht auf der gesamten Glasscheibe zu verteilen. Besonders hartnäckigen Schmutz kannst du mit Spülmittel einweichen. Wisch anschließend die Scheibe kreisförmig von oben nach unten ab.

Das Schmutzwasser kannst du mit warmen, sauberen Wasser auswechseln. Achte darauf, dass es nicht zu heiß ist, damit das Reinigungsmittel seine volle Wirkung entfalten kann. Gieß zuerst das Wasser in den Eimer und füge anschließend etwas Spülmittel oder Glasreiniger hinzu, um ein Schäumen des Reinigungsmittels zu vermeiden.

Für den Fall, dass du mit einem Gummiabzieher arbeitest, solltest du die Glasscheibe entlang der Kante und dann in Schlangenlinien von oben nach unten abziehen. Der Gummiabzieher sollte die richtige Breite haben. Desto größer er ist umso weniger besteht die Chance, dass Streifen entstehen. Wir empfehlen dir eine Breite von 45 cm.

Wie man richtig Aufmaß nimmt

Für die Ermittlung deiner Fenstermaße benötigst du nur wenige Arbeitsmaterialien. Besorg dir Stift, Maßband, ein Blatt Papier und eine Wasserwaage. Du brauchst nicht zwingend eine Person, um deine Fenster auszumessen jedoch empfiehlt sich für eine sichere Ausmessung.

In der Regel bestehen Fensterrahmen aus Holz, Alu oder Kunststoff. Aus diesem Grund müssen als Erstes die verbauten Bauteile ausgemessen werden. Besorg dir wenn möglich die entsprechenden Baupläne da dort meist die relevanten Maße vermerkt sind.


Ganz gleich, ob Neubau oder Sanierung, du solltest immer von außen nach innen messen. Jedes Fenster wird immer aus der Sicht einer Person gemessen, welche von Innen nach Außen blickt.

So oft müssen die Fenster geputzt werden

Wenn, dein Büro in einer Gegend ist, wo eine hohe Luftverschmutzung besteht, muss definitiv öfter zum Putztuch gegriffen werden. Laut Verbraucherschutz sollten Fenster 6 mal im Jahr gereinigt werden also allen 2–3 Monaten. Sollte dein Fenster nach 2 Monaten jedoch keinen Dreck aufweisen, reichen vielleicht auch 3-mal im Jahr. Du kannst relativ frei entscheiden, wann du deine Fenster putzt. Bei Fenstern sieht man schnell, ob eine Reinigung notwendig ist oder nicht.


Wann ist der beste Zeitpunkt?

Wenn Fenster schmutzig sind, sollten sie auch geputzt werden. Allerdings eignen sich zwei Jahreszeiten besonders für intensive Reinigungen. Zum einen im Frühjahr, da dann der Pollenflug zum größten Teil schon vorbei ist. In der Regel kann man sich dann spätestens zum Ende des Aprils an das Putzen machen. So besteht auch ein Zeitfenster zum kommenden Sommer welcher Verschmutzung durch Insekten und Kotresten bringt.

Der Herbst ist die zweite Jahreszeit, in der es sich anbietet, Fenster zu reinigen. Zum Ende des Septembers kann der Schmutz des Sommers gründlich entfernt werden.

Putzen im Sommer oder Winter

In der Regel solltest du es vermeiden, Fenster bei direkter Sonneneinstrahlung zu putzen. Warum? Die Fenster werden so rasant von der Sonne getrocknet, dass auf deinen Scheiben unschöne Schlieren entstehen.

Im Sommer solltest du Vormittags deine Fenster putzen, wenn es noch nicht heiß ist. So hast du genügend Zeit, das Putzwasser von den Glasscheiben zu entfernen bevor die Hitze es verdunstet. Schliere auf Fenstern werden durch die verdunstetes Wasser verursacht.


Wenn, du Fenster im Winter putzt ist es ratsam, Frostschutzmittel in dein Putzwasser hinzuzufügen. Warum? Auf diese Weise vermeidest du es bei Temperaturen unter null Grad, dass eine dünne Wasserschicht auf deinem Fenster fest friert und dadurch wiederum Schliere entstehen.

Eine Fensterreinigung will gut vorbereitet sein

Die Vorbereitung auf eine gründliche Fensterreinigung fängt tatsächlich schon damit an, dass du dir einen hellen Tag für die Reinigung deiner Fenster aussuchst. Die Helligkeit offenbart jeden Fleck und Streifen, welche du Abends oder an bewölkten Tagen nicht sehen würden. Auch die Jahreszeit ist ein zu beachtender Faktor.

Achte darauf, dass Ausrüstung, Werkzeug und Putzmittel vollständig sind. Kontrolliere, ob deine Putztücher sauber oder zumindest frei von Seifenresten sind. Ein mit Wasser gefüllter Eimer sollte zum Ausspülen auch immer griffbereit für dich sein.

Du solltest jede Fensterreinigung mit dem Putzen der Fensterrahmen beginnen. Tust du es nicht und der Rahmen staubig bleibt, löst sich der Schmutz bei Regen oder Tau und läuft über das saubere Fenster. Die Folge sind Schmutzstreifen und mehr Arbeit für dich.

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